Dynamischer Stromtarif fürs E-Auto: Günstig laden, auch im Winter

Wer sein Elektroauto zu Hause an der Wallbox lädt, tankt deutlich günstiger Strom als an öffentlichen Ladepunkten. Noch günstiger geht das mit einer Kombination aus dynamischem Stromtarif und HEMS, wie SpotmyEnergy sie anbietet.
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Dynamischer Stromtarif & E-Auto: Wie passt das zusammen?

Was ist ein dynamischer Stromtarif für das E-Auto?

Ein dynamischer Stromtarif ist ein Stromtarif, bei dem sich der Preis stündlich oder viertelstündlich am Strommarkt, auch Spotmarkt genannt, orientiert. An diesem Markt handeln Stromerzeuger, Händler und Versorger nachfrage- und angebotsbasiert Strommengen, weshalb die Preise über den Tag und die Nacht verteilt schwanken können.

Besonders niedrig fallen die Preise aus, wenn im Verhältnis zur Nachfrage viel günstiger Wind- oder Solarstrom verfügbar ist. Umgekehrt steigen die Preise rasant an, wenn Kohle- oder Gaskraftwerke die Produktion der Erneuerbaren ergänzen müssen.

Die Preisspanne kann also situationsbedingt unterschiedlich ausfallen: An sonnigen oder windreichen Tagen fällt der Börsenstrompreis mittags schon mal unter null Cent pro Kilowattstunde, während er in den Abendstunden desselben Tages leicht auf mehrere Dutzend Cent steigen kann. Für private Endverbraucher bedeutet das, dass der Strom – einschließlich Steuern, Abgaben und Netzentgelten – mal weniger als 20 ct und mal mehr als einen Euro pro Kilowattstunde kostet. Wer sein Elektroauto flexibel über eine Wallbox lädt, kann gezielt günstige Zeitfenster nutzen und seine Ladekosten deutlich senken.

Wie nutze ich einen dynamischen Stromtarif, um mein E-Auto günstig zu laden?

Wenn Du einen dynamischen Stromtarif für Dein E-Auto nutzt, kostet eine 50-kWh-Ladung an sonnigen Sommertagen oder in windigen Nächten häufig unter 10 €. Trotzdem musst Du nicht mitten in der Nacht aufstehen, um Dein Auto anzuschließen und die günstigen Zeiten auszunutzen: Ein Home Energy Management System (HEMS) wie das von SpotmyEnergy kann das für Dich automatisieren. Dafür analysiert es anhand von Wetter- und Börsendaten, wann Strom günstig sein wird und schaltet alle Ladevorgänge entsprechend.

Du musst dem HEMS nur per App mitteilen, wann der Akku Deines E-Autos welchen Ladestand erreicht haben soll und das System übernimmt den Rest. So kannst Du auf das Jahr gerechnet durch das Nutzen praktischer Ladezeiten bis zu 600 € sparen.

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Ist ein dynamischer Stromtarif ein Stromtarif für E-Autos?

Ja, weil ein dynamischer Stromtarif die perfekte Wahl ist, wenn Du eine Wallbox zu Hause hast. Dein Elektroauto verbindet zwei wichtige Eigenschaften, die wie gemacht sind, um vom Auf und Ab des Strompreises zu profitieren:
  • E-Auto-Akkus müssen selten zu einem bestimmten Zeitpunkt laden. Ob das Auto um 18 Uhr oder 2:30 Uhr nachts lädt, ist den meisten Nutzer:innen egal, solange sie morgens damit losfahren können. Der Stromverbrauch der meisten E-Autos ist beim Laden also sehr flexibel.
  • Die Strommengen, die eine Wallbox aus dem Netz bezieht, sind sehr hoch. Eine Standard-Wallbox lädt mit 10 Kilowatt (kW) – sie zieht also etwa doppelt so viel Strom, wie Dein Herd, wenn Du auf drei Platten gleichzeitig kochst!
Im Ergebnis genügen Deiner Wallbox also wenige günstige Stunden pro Tag, um Dein Auto ganzjährig zu niedrigen Kosten fahrbereit zu halten. Darüber hinaus ist ein dynamischer Stromtarif natürlich nicht nur ein E-Auto Tarif. Wenn Du auch andere steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Klimaanlagen und Batteriespeicher im Haushalt nutzt, kannst Du durch einen dynamischen Stromtarif auch mit diesen richtig viel Geld sparen.

Welche Rollen spielen dynamische Netzentgelte?

In Deutschland müssen Verbraucher:innen Netzentgelte zahlen, also eine Gebühr für die Verwendung des Stromnetzes. Seit 2025 gibt es außerdem deutschlandweit auch sogenannte dynamische Netzentgelte: Für steuerbare Verbrauchseinheiten wie Wallbox und Co. gelten in Zeiten niedriger Netzlast günstigere Netzentgelte. Dadurch sinkt der Verbraucherpreis pro Kilowattstunde in bestimmten Stunden zusätzlich – und zwar teilweise sehr deutlich.

Wenn Du einen dynamischen Stromtarif bei SpotmyEnergy wählst, beantragen wir für Dich die dynamischen Netztarife beim zuständigen Verteilnetzbetreiber gleich mit. Und auch unser HEMS bezieht die jeweils gültigen Netzentgelte automatisch mit ins Kalkül, um für Dich den günstigsten Gesamtstrompreis zu nutzen.

Wie stark sinken meine Ladekosten, wenn ich mein E-Auto dynamisch lade?

In einer Studie der r2b energy consulting haben wir berechnen lassen, wie viel ein typischer Pendler zwischen November 2022 und Oktober 2023 sparen konnte. Die Voraussetzungen: ein Auto-Akku mit einer Kapazität von 100 kWh und regelmäßiger Anschluss des Elektroautos an die Wallbox nach Feierabend. Die Sparchancen über Mittag wurden also nicht einmal berücksichtigt. Die Vorgabe an das HEMS: den Füllstand des Akkus stets zwischen 30 und 80 % halten.

Der Gesamtstrompreis setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: Börsenstrompreis, Abgaben, Steuern und Netzentgelte.

In unserem Studienbeispiel sank der reine Börsenstrompreis um 88 %. Rechnet man die weiteren Bestandteile des Gesamtstrompreises hinzu, bedeutet das eine Preisreduzierung um die Hälfte. Und mit SpotmyEnergy kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Dynamische Netzentgelte. Das heißt, dass nur noch Steuern und Abgaben fix sind, während Börsenstrompreis und Netzentgelte dynamisch optimiert und langfristig für Dich gesenkt werden können.

Wie viel Geld Du sparst, hängt letztlich von verschiedenen Faktoren ab – und richtig viele davon liegen in Deiner Hand. Du kannst beeinflussen:

  • Wie regelmäßig Du Dein Auto an die Wallbox anschließt
  • Was unser HEMS für Dich optimieren darf (zum Beispiel Ladezeiten)
  • Wie viel Du fährst
  • Welche Lade-kapazität Dein E-Auto-Akku hat bzw. behält
  • Welche Leistung Deine Wallbox hat.

Beispiel: Laden mit günstigem Windstrom im Winter

Im Winter sind die Strompreise im Durchschnitt höher als im Sommer – aber nicht zu jedem Zeitpunkt. Das liegt daran, dass die großen Mengen PV-Strom fehlen, die zwischen April und September über weite Teile des Tages zur Verfügung stehen und den Strompreis drastisch senken. Dafür ist es im Winter oft windiger. Nachts und an Wochenenden gibt es deshalb auch von Oktober bis März günstigen Windstrom. Schauen wir uns also einmal an, wie sich ein dynamischer Stromtarif auf den Ladepreis auswirkt.

Absicherung nach oben
Der dynamische Stromtarif von SpotmyEnergy sichert Dich bestens gegen Schwankungen ab. Mit unserem KostenAirbag zahlst Du auf einen Monat gerechnet nie mehr als 39 ct/kWh.

Nehmen wir an, Du wohnst in einem Netzgebiet, dessen Betreiber die bundesdurchschnittlichen Netzentgelte erhebt. Das sind 8,60 € pro Kilowattstunde im Standardtarif und 2,60 € pro Kilowattstunde im Niedertarif, dem vergünstigten Stromtarif, der zu Zeiten geringer Netzlast gilt. Dieser greift vor allen Dingen nachts häufig.

Du kommst von einer längeren Fahrt nach Hause, deshalb soll Dein E-Auto über Nacht mit 50 Kilowattstunden geladen werden. Das ist je nach Modell genug für etwa 160 bis 320 Kilometer. Bisher hattest Du einen relativ günstigen, aber starren Stromtarif mit einem Arbeitspreis (inklusive Nebenkosten) von 32 ct pro Kilowattstunde. Diese Ladung kostet Dich also ungefähr:

50 kWh × 32 ct/kWh = 16 €

Nun aber hast Du einen dynamischen Stromtarif, und es steht eine windreiche Winternacht bevor. Dein HEMS erkennt, dass der reine Strompreis an der Börse zwischen 23:30 Uhr und 4:30 Uhr fällt. Inklusive Gebühren und Steuern kostet die Kilowattstunden Dich dann also nur noch 18,3 Ct/kWh. Allein hierdurch sparst Du bei dieser Ladung 6,85 €. Da wir aber gleichzeitig die dynamischen Netzentgelte beantragt haben, fällt sogar nur der Niedertarif an. Die neue Rechnung für die Ladung lautet also:

50 kWh × 11,2 Ct/kWh = 5,60 €

In diesem Fall hättest Du 10,40 €, Deine Stromkosten also um 65 % gesenkt.

Dynamischer Stromtarif: Ersparnis auch, wenn Du damit Dein E-Auto laden willst.

FAQs in aller Kürze

Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif auch ohne Wallbox?

Ein dynamischer Stromtarif lohnt sich fast immer, wenn Du eine steuerbare Verbrauchseinrichtung zu Hause betreibst. Das kann eine Ladestation fürs E-Auto (Wallbox) sein, eine Wärmepumpe, eine Klimaanlage oder ein Batteriespeicher.

Ist ein Smart Meter zwingend erforderlich?

Ein Smart Meter ist seit Anfang 2024 Voraussetzung für den Betrieb einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung (StVE). Einige Stromanbieter bieten zwar alternative Messgeräte an, diese gelten jedoch nur für den jeweiligen Stromanbieter und sind nicht für den Betrieb einer StVE zugelassen. Auch um von dynamischen Netzentgelten zu profitieren, brauchst Du zwingend einen Smart Meter.

Ist das Laden im Winter günstiger?

Auch im Winter gibt es immer wieder Zeiten mit sehr niedrigen Strompreisen – und zwar meistens nachts. Das ist ideal zum Laden von E-Autos. Mit dem passenden HEMS kannst Du Deine Ladevorgänge automatisch auf diese Zeit legen lassen.

Wie viel kann ich sparen?

Realistisch kannst Du bis zu 50% Deiner Ladekosten sparen, wenn Du Deine Wallbox mit einem HEMS optimierst. Früher hat Dein Auto geladen, sobald Du es angeschlossen hast, mit einem HEMS startet der Vorgang stattdessen genau dann, wenn es günstig ist. Die genaue Ersparnis hängt dabei von Marktpreisen, Netzentgelten und individuellem Fahrverhalten ab.

Fazit: Wer sein E-Auto dynamisch lädt, fährt günstiger

Mit einem dynamischen Stromtarif kannst Du die Preisschwankungen an der Strombörse nutzen, um über Deine Wallbox zu günstigen Stromkosten zu tanken. Alles, was Du dafür tun musst: einen dynamischen Stromtarif wählen und Dein Auto regelmäßig nachts an die Wallbox anschließen. Das Home Energy Management System (HEMS) koordiniert die Ladeprozesse dann so, dass Du in den Genuss der günstigsten Preise kommst, die zum Erreichen Deiner Ladeziele verfügbar sind.

Bei SpotmyEnergy gibt es zum dynamischen Stromtarif das HEMS und die dynamischen Netzentgelte gleich dazu.

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