Anbieterwechsel zum dynamischen Stromtarif: Das solltest Du beachten

Du überlegst gerade, deinen Stromanbieter zu wechseln – vielleicht weil die Preise steigen oder Du von günstigeren Angeboten gehört hast? Oder Du überlegst auf einen dynamischen Stromtarif zu wechseln? Dann findest Du hier die wichtigsten Antworten.
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Einer der häufigsten Neujahrsvorsätze in Deutschland ist: Mehr sparen und besser mit den eigenen Finanzen umgehen. Deswegen denken besonders zwischen den Jahren viele darüber nach, ihren Stromanbieter zu wechseln. Und das ist eine ziemlich smarte Idee. Denn ein Wechsel kann Dir etliche Euro sparen und ganz neue Möglichkeiten in Deinem Energiemanagement eröffnen. Vor allen Dingen dann, wenn Du den richtigen Tarif für Dich findest.

Warum kann sich ein Stromanbieterwechsel lohnen?

Mit einem Wechsel des Stromanbieters kannst Du im Jahr hunderte Euro an Stromkosten sparen. Das ist sogar einfacher, als Du vielleicht denkst. Die Regeln für einen Wechsel sind seit Kurzem nämlich noch verbraucherfreundlicher: Der technische Lieferantenwechsel ist innerhalb von 24 Stunden möglich – vorausgesetzt, Kündigungsfrist und Vertragslaufzeit stehen dem nicht im Wege.

Viele Kund:innen bleiben viel zu lange beim alten Anbieter. Etwa 25 % von ihnen sind in der Grundversorgung. Das ist der automatische Stromvertrag vom örtlichen Grundversorger, der dann greift, wenn kein anderer Vertrag geschlossen wurde. In den meisten Fällen schneiden die Konditionen dieser Verträge im Vergleich zu Wettbewerbern schlecht ab.

Die andere Nutzer:innengruppe bleibt häufig viel zu lange bei demselben Anbieter mit einem fixen Tarif – und merkt dabei gar nicht, dass genau das ganz schön teuer wird. Denn viele Stromanbieter tragen sich über das Modell, Neukund:innen mit günstigen Angeboten zu ködern, die sie nur über Preiserhöhungen bei Bestandskund:innen finanzieren können.

Die gute Nachricht: Wenn Du zu diesen Stromkund:innen gehörst, kannst Du Deinen Vertrag kurzfristig kündigen. Die Vertragsbindung besteht nämlich in der Regel nur ein, maximal zwei Jahre. Danach sind Stromverträge monatlich kündbar, in der Grundversorgung sogar mit nur zwei Wochen Frist.

Was ist mit einem Fixtarif für mich drin?

Mit einem Fixtarif zahlst Du einen festen Grundpreis in Euro pro Monat plus einen festen Cent-Preis pro Kilowattstunde (ct/kWh). Die Unterschiede in der Tarifgestaltung sind zum Teil erheblich.

Tendenziell bringt ein niedrigerer Grundpreis höhere Arbeitspreise mit sich. Das könnte Dir zugutekommen, wenn Du allein wohnst oder wenig Strom verbrauchst. Wenn ihr dagegen eine Familie mit hohem Strombedarf seid, dann zahlt ihr lieber ein hohes monatliches Fixum, aber dafür weniger pro verbrauchter Kilowattstunde. Durch solche Optimierungen könnt ihr – je nach Jahresverbrauch – ein paar Dutzend Euro sparen.

Der Vorteil eines Fixtarifs ist eine hohe Planungssicherheit über die gesamte Laufzeit (meist 12 bis 24 Monate). Wenn Du Deinen Stromverbrauch kennst, kannst Du recht genau ausrechnen, welche Kosten auf Dich zukommen.

Der Nachteil: Dein Versorger stellt Dir seine Marktrisiken in Rechnung. Er kauft den Strom nämlich an der Strombörse ein, wo die Preise über den Tag verteilt schwanken können. Außerdem ist er verpflichtet, zu jedem Zeitpunkt genau so viel Strom zu beziehen, wie seine Kund:innen verbrauchen. Wenn diese bei hohen Börsenpreisen besonders viel Strom verbrauchen, wird es für den Versorger teuer. Dafür erhebt er einen Risikoaufschlag, den Du in höheren Kosten zahlst.

Brauche ich mit einem dynamischen Stromtarif noch weitere Stromtarife für E-Auto oder Wärmepumpe?

Kurz gesagt: Nein. Natürlich kann es hier Ausreißer mit besonderen Angeboten geben, die meisten dynamischen Stromtarife sind allerdings geeignet, um auch Dein E-Auto oder Deine Wärmepumpe zu versorgen. Mit einem passenden Home Energy Management System profitierst Du stärker, je mehr Anlagen Du verbindest. Genau deshalb ist es so sinnvoll, alles mit einem Stromtarif abzudecken.

Warum schwankt der Börsen-Strompreis überhaupt?

An der Energiebörse folgt der Strompreis streng dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Erneuerbarer Strom wird zu extrem niedrigen Preisen angeboten, weil Wind- und Sonnenenergie nichts kosten – im Gegensatz zu Kohle und Erdgas. Deckt erneuerbarer Strom die Nachfrage, kostet der Strom am Spotmarkt buchstäblich nichts, nämlich um die 0 Cent. Werden dagegen viele konventionelle Kraftwerke benötigt, steigt der Preis oft auf mehrere Dutzend Cent pro Kilowattstunde (ohne Steuern, Abgaben und Händlermargen).

Wie Strompreise am deutschen Spotmarkt zustande kommen, kannst Du hier nachlesen.

Was bringt mir ein dynamischer Stromtarif?

Mit einem dynamischen Stromtarif kannst Du genau solche Preisschwankungen für Dich nutzen. Denn hier passt sich Dein Strompreis stündlich – bei SpotmyEnergy sogar viertelstündlich – dem aktuellen Börsenpreis an. Sollten diese Schwankungen einmal besonders teuer werden, bist Du mit uns trotzdem auf der sicheren Seite: Unser dynamischer Stromtarif inkludiert automatisch einen Kosten-Airbag von 39 ct/kWh im Monatsmittel, sodass Du nie in Extrempreise abrutschen kannst.

Achtung: Verwechslungsgefahr!

Ein dynamischer Tarif wird in der Branche auch variabler Tarif oder Spot-Tarif genannt. In Vergleichsportalen kommen teilweise auch Namen wie „Flextarife“ vor. Dieser Terminus ist nicht eindeutig. Manchmal handelt es sich dabei um Fixtarife mit sehr kurzer Preisgarantie (meist ein bis sechs Monate). Stündliche Preisanpassungen gibt es hier aber nicht.

 Was dynamische Stromtarife besonders interessant macht, ist, dass Du beeinflussen kannst, wie viel Dein Strom kostet.

Der Clou liegt darin, dass Du den Strom vornehmlich dann verbrauchst, wenn er günstig ist – also nachts oder an sonnigen Mittagen, wenn die Nachfrage geringer ist und größtenteils durch die günstigen erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Das können Automations-Lösungen wie die von SpotmyEnergy ganz einfach für Dich erreichen.

Was ist ein dynamischer Stromtarif mit automatischer Verbrauchsoptimierung?

Der einfachste Weg, einen dynamischen Stromtarif optimal zu nutzen, ist ein Home Energy Management System (HEMS), also eine Art Autopilot für den Stromverbrauch.

Der SmartRobo, das HEMS von SpotmyEnergy, ist eine cloudbasierte Software, die viertelstündlich die Börsenpreise checkt und prognostiziert und gleichzeitig Deine Anlagen untereinander kommunizieren lässt. Anhand der Wettervorhersage lassen sich die Strompreise der nächsten 24 bis 48 Stunden inzwischen ziemlich präzise vorhersagen. So kann das HEMS im Voraus planen, wann Deine Wärmepumpe eingeschaltet oder Dein Elektroauto aufgeladen werden soll – nämlich dann, wenn die Strompreise niedrig sein werden.

Trotz Automatisierung behältst Du die volle Kontrolle: Du sagst dem SmartRobo einfach, wann Du Dein Auto gern fahren möchtest. Dein Strombezug wird dann so geplant, dass alles günstig geladen wird und rechtzeitig für Dich bereitsteht.

Und das funktioniert nicht nur im Sommer! Die niedrigsten Strompreise gibt es zwar zweifellos tagsüber zwischen Mai und September, wenn Sonne und Wind den gesamten Strombedarf in Deutschland decken. Aber auch in der dunklen Jahreszeit fallen die Börsenstrompreise nachts nicht selten in den einstelligen Cent-Bereich. So kannst Du mit einem E-Auto zum Beispiel auch im Winter Strom zu Tiefstpreisen tanken.

Hol Dir bei uns Stromlieferung, Messstellenbetrieb und Energiemanagement aus einer Hand – und spare Zeit und Aufwand.

Für wen lohnt sich ein dynamischer Stromtarif mit HEMS?

Wenn Du bereits mit einer Wärmepumpe heizt, Dein E-Auto zuhause lädst , oder mit einem Batteriespeicher ausgestattet bist, ist ein dynamischer Stromtarif mit Autopilot genau das richtige für Dich. Denn dieses System lohnt sich ganz besonders für Haushalte mit Steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (StVE).

Als steuerbare Verbrauchseinrichtungen gelten Wärmepumpen oder Klimaanlagen, Wallboxen und Batteriespeicher, wenn sie fest mit dem Stromanschluss verbunden sind und eine Eingangsleistung von 4,2 Kilowatt oder mehr aufweisen. Und genau diese Geräte sind es auch, die unser HEMS steuert.

Grundlage zur Nutzung eines dynamischen Stromtarifs ist die Installation eines Smart Meters, also eines intelligenten Stromzählers. Da seit 2024 für neu installierte StVE eine Smart-Meter-Pflicht gilt, sind diese Haushalte bestens auf einen dynamischen Stromtarif vorbereitet. Bei älteren Geräten kann sich der freiwillige Einbau eines intelligenten Messsystems ebenfalls schnell rechnen. Du kannst nämlich gleich doppelt sparen: Durch einen dynamischen Stromtarif und durch dynamische Netzentgelte, die Du nur mit einem Smart Meter nutzen kannst.

Dynamischer Tarif nur mit Smart Meter?

Um einen dynamischen Stromtarif abzurechnen, muss der Verbrauch mindestens stundengenau aufgezeichnet und übermittelt werden. Tatsächlich gibt es Stromanbieter, die eigene Messsysteme verbauen, die das können, aber keine Smart Meter im Sinne des Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) und des § 14a Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sind.

Allerdings dürfen solche Messeinrichtungen nur für interne Abrechnungszwecke herangezogen werden. Der Smart-Meter-Pflicht beim Betrieb von Steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (Wallbox, Wärmepumpe etc.) werden sie allerdings nicht gerecht. Auch von dynamischen Netzentgelten kannst Du damit nicht profitieren.

Wie läuft der Wechsel des Stromanbieters ab?

Du hast Dich für einen neuen Stromanbieter entschieden? Dann empfehlen wir Dir für den Wechsel diese Reihenfolge:

    1. Wechseldatum bestimmen: Prüfe Deine Kündigungsfrist.
    2. Antrag und Kündigung: Dein neuer Stromversorger kündigt Deinem alten Anbieter in Deinem Auftrag. Für Dich entsteht hier kein Mehraufwand.
    3. Auftragsbestätigung: Dein neuer Anbieter bestätigt Deinen Auftrag per Post oder E-Mail.
    4. Zählerstand durchgeben: Anhand Deines Zählerstands zum Wechseltermin stellt der alte Anbieter Dir eine Schlussrechnung.

    Wenn Du die Tarifart (fix oder dynamisch) beibehältst, ist Dein Wechselprozess an diesem Punkt bereits abgeschlossen und Du kannst Dich auf Deine Ersparnis freuen.

    Wenn Du erstmals einen dynamischen Tarif wählst und noch kein intelligentes Messsystem (Smart Meter) hast, folgt vorher noch ein weiterer Schritt:

    • Smart-Meter-Einbau: Sollte Dein neuer Anbieter das nicht selbst übernehmen, kannst Du das bei Deinem grundzuständigen Messstellenbetreiber beantragen. Er ist zum Einbau verpflichtet. SpotmyEnergy wickelt den Einbau für Dich ab.

    Außerdem ist noch wichtig: Egal wie lange Dein Anbieter- oder Tarifwechsel dauert, die Stromversorgung wird deswegen zu keiner Sekunde unterbrochen. Der Wechsel zu einem dynamischen Tarif ist unkompliziert und sicher.

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Tipps bei der Anbietersuche

Bei dynamischen Tarifen ist die Anbietersuche leider (noch) etwas komplizierter. Seit 2025 müssen zwar alle Stromanbieter mit mehr als 200.000 Anschlüssen auch dynamische Tarife im Programm haben. Aber für viele ist die Marge an diesen Tarifen geringer, weswegen sie nicht damit werben. Die Tarife landen also seltener auf den Vergleichsportalen. Hinzu kommt: Der Vergleich ist etwas komplexer, da dynamische Tarife nicht allein über den Preis verglichen werden können, sondern natürlich auch von Deinem Verbrauchsverhalten und von Energiemanagern wie dem Smart Robo beeinflusst werden.

Daher möchten wir Dir einige wichtige Kriterien an die Hand geben, in denen sich dynamische Stromtarife unterscheiden können.

  • Grundgebühr: Was sind Deine monatliche Fixkosten?
  • Anbietergebühren pro kWh: In der Regel bezahlst Du den Börsenstrompreis + Steuern und Abgaben + eine Händlermarge. Wo kommst Du hier preislich raus?
  • Smart Meter: Wie lange dauert der Einbau und was kostet er Dich?
  • HEMS: Bietet Dir der Versorger ein (kostenloses) HEMS zur Verfügung?
  • Absicherung: Enthält der Tarif eine Kostenbremse?
  • Dynamische Netzentgelte: Meldet Dich der Anbieter automatisch dafür an?
  • Kompatibilität: Kannst Du Deine Anlagen mit dem Home Energy Management System verbinden?

Beispiel: Wie viel Du mit einem Anbieterwechsel zum dynamischen Stromtarif sparen kannst

Das Sparpotenzial ist mit einem dynamischen Stromtarif erheblich. Eine Studie von r2b energy consulting im Auftrag von SpotmyEnergy hat ergeben, dass eine Halbierung der Ladestromkosten für E-Autos keine Ausnahme sind.

Nehmen wir an, Du fährst mit Deinem E-Auto etwa 12.000 km im Jahr. Dafür brauchst Du 3000 kWh und lädst davon 2500 kWh zu Hause. Bisher hast Du einen Arbeitspreis von 34 ct/kWh. Du bezahlst also 850 € für Ladestrom. Allein daraus ergäbe sich ein realistisches Sparpotenzial von 425 € pro Jahr.

Am meisten kannst Du beim Strompreis sparen, wenn Du zusätzlich einen Batteriespeicher und eine PV-Anlage nutzt. Denn dadurch kann Dein HEMS in Zeiten niedriger Strompreise “vorsorgen” und Strom auch in teureren Zeiten billig an die Anlagen in Deinem Haushalt verteilen. Mit so einem Gesamtsystem sparen unsere Kund:innen insgesamt bis zu 900 € im Jahr.

Folgende Kriterien sind ausschlaggebend dafür, wie viel Geld Du durch Nutzung günstiger Strompreise sparen kannst:

  • Wie viel Strom Du verbrauchst – insbesondere über die Steuerbaren Verbrauchseinrichtungen
  • Wie leistungsstark Dein HEMS ist
  • Wie viel Strom- und Wärmespeicher Du zur Verfügung hast
  • Wie viel eigenen Strom Du produzierst

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